Am 15. November ist bekanntermaßen die große Frist für Förderungen der freien darstellenden Künste bei der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Neben den regulären Förderungen für Einzelkünstler:innen und Kollektive ist in diesem Jahr zum 15.11. auch die Frist für die alle drei Jahre ausgeschriebene Festivalförderung für freie darstellende Künste. Ein guter Anlass, mehr Transparenz zu schaffen und ein paar Fragen zu beantworten, die uns beim DfdK erreichen. Wie funktioniert die Festivalförderung der freien darstellenden Künste denn überhaupt?
*Die Festivalförderung wird alle drei Jahre von der Behörde für Kultur und Medien ausgeschrieben. Die aktuelle Ausschreibung bezieht sich auf die Festivalausgaben 2027, 2028 und 2029 mit jeweils 125 000€ pro Jahr. Eine Jury entscheidet unter allen eingegangenen Anträgen über die Vergabe der Festivalförderung.
*Mit der Zuwendung des aktuell noch laufenden Bewilligungszeitraums (2024-2026) wird das Fringify-Festival teilfinanziert. In den vorigen Förderzeiträumen (2015-2017 / 2018-2020 / 2021-2023) war es das Hauptsache Frei-Festival. Teilfinanzierung deshalb, weil alle Festivalleitungen immer Drittmittel eingeworben haben, um die jeweiligen Festivalausgaben umsetzen zu können.
*Zuwendungsempfänger war/ist in den benannten Zeiträumen das Bündnis für Festivals der Freien Tanz- und Theaterschaffenden Hamburgs e.V. - meist umgangssprachlich als „Trägerverein“ benannt. Dieser Verein wurde ausschließlich gegründet, um ein solches Festival (bean-)tragen zu können. Der Trägerverein war/ist demnach Auswahlgremium und Arbeitgeber für alle jeweiligen Festivalteams in den oben benannten Bewilligungszeiträumen. Der Antragsprozess für die Festivalförderung der freien darstellenden Künste war dabei immer offen und ist es auch weiterhin - entscheidet sich die Jury für einen anderen Antrag, geht das Festival auch an einen anderen Träger.
Die Mitglieder des Trägervereins sind aktuell: DfdK, LICHTHOF Theater, Hamburger Sprechwerk, monsun.theater, KITSZ e.V., VAM Hamburg, AHAP e.V.
Im ehrenamtlichen Vorstand sind aktuell Andreas Lübbers (ehemals Sprechwerk, jetzt WIESE), Julia Hart (für KITSZ e.V.), Amelie Möller (für das monsun.theater) und Franziska Jakobi (für den DfdK).
Am 15. November ist bekanntermaßen die große Frist für Förderungen der freien darstellenden Künste bei der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Neben den regulären Förderungen für Einzelkünstler:innen und Kollektive ist in diesem Jahr zum 15.11. auch die Frist für die alle drei Jahre ausgeschriebene Festivalförderung für freie darstellende Künste. Ein guter Anlass, mehr Transparenz zu schaffen und ein paar Fragen zu beantworten, die uns beim DfdK erreichen. Wie funktioniert die Festivalförderung der freien darstellenden Künste denn überhaupt?
*Die Festivalförderung wird alle drei Jahre von der Behörde für Kultur und Medien ausgeschrieben. Die aktuelle Ausschreibung bezieht sich auf die Festivalausgaben 2027, 2028 und 2029 mit jeweils 125 000€ pro Jahr. Eine Jury entscheidet unter allen eingegangenen Anträgen über die Vergabe der Festivalförderung.
*Mit der Zuwendung des aktuell noch laufenden Bewilligungszeitraums (2024-2026) wird das Fringify-Festival teilfinanziert. In den vorigen Förderzeiträumen (2015-2017 / 2018-2020 / 2021-2023) war es das Hauptsache Frei-Festival. Teilfinanzierung deshalb, weil alle Festivalleitungen immer Drittmittel eingeworben haben, um die jeweiligen Festivalausgaben umsetzen zu können.
*Zuwendungsempfänger war/ist in den benannten Zeiträumen das Bündnis für Festivals der Freien Tanz- und Theaterschaffenden Hamburgs e.V. - meist umgangssprachlich als „Trägerverein“ benannt. Dieser Verein wurde ausschließlich gegründet, um ein solches Festival (bean-)tragen zu können. Der Trägerverein war/ist demnach Auswahlgremium und Arbeitgeber für alle jeweiligen Festivalteams in den oben benannten Bewilligungszeiträumen. Der Antragsprozess für die Festivalförderung der freien darstellenden Künste war dabei immer offen und ist es auch weiterhin - entscheidet sich die Jury für einen anderen Antrag, geht das Festival auch an einen anderen Träger.
Die Mitglieder des Trägervereins sind aktuell: DfdK, LICHTHOF Theater, Hamburger Sprechwerk, monsun.theater, KITSZ e.V., VAM Hamburg, AHAP e.V.
Im ehrenamtlichen Vorstand sind aktuell Andreas Lübbers (ehemals Sprechwerk, jetzt WIESE), Julia Hart (für KITSZ e.V.), Amelie Möller (für das monsun.theater) und Franziska Jakobi (für den DfdK).
Überlegungen und Planungen für den kommenden Bewilligungszeitraum und die aktuelle Ausschreibung der Festivalförderung der freien darstellenden Künste
Die aktuelle Ausschreibung und der entsprechend neu zu stellende Antrag haben Anlass gegeben, die Strukturen und Vorgehensweisen der letzten zehn Jahre auszuwerten und noch einmal neu zu betrachten. Dafür wurde im Sommer eine Arbeitsgruppe einberufen, in der möglichst viele Stimmen aus unterschiedlichen Verbänden und Strukturen der Freien Szene darstellender Künste Hamburgs zusammen kommen, um gemeinsam über kommende Festivalstrukturen nachzudenken. Neben den bisherigen Mitgliedern des Trägervereins waren weitere Spielstätten, Verbände, Vereine und Festivalmachende adressiert und soweit es terminlich einzurichten war, auch bei den Gesprächen oder im Austausch per Mail beteiligt. Aktuell laufen alle aus diesen Gesprächen entstandenen Ergebnisse in einen Antrag zusammen, der zum 15.11. im Namen des Trägervereins gestellt werden wird.
Überlegungen und Planungen für den kommenden Bewilligungszeitraum und die aktuelle Ausschreibung der Festivalförderung der freien darstellenden Künste
Die aktuelle Ausschreibung und der entsprechend neu zu stellende Antrag haben Anlass gegeben, die Strukturen und Vorgehensweisen der letzten zehn Jahre auszuwerten und noch einmal neu zu betrachten. Dafür wurde im Sommer eine Arbeitsgruppe einberufen, in der möglichst viele Stimmen aus unterschiedlichen Verbänden und Strukturen der Freien Szene darstellender Künste Hamburgs zusammen kommen, um gemeinsam über kommende Festivalstrukturen nachzudenken. Neben den bisherigen Mitgliedern des Trägervereins waren weitere Spielstätten, Verbände, Vereine und Festivalmachende adressiert und soweit es terminlich einzurichten war, auch bei den Gesprächen oder im Austausch per Mail beteiligt. Aktuell laufen alle aus diesen Gesprächen entstandenen Ergebnisse in einen Antrag zusammen, der zum 15.11. im Namen des Trägervereins gestellt werden wird.
Hier ein kurzer Überblick über die Neuerungen, die in diesem Prozess gemeinsam erarbeitet wurden:
*Die Festivalleitung soll in Zukunft erst nach Bewilligung des Antrages ausgeschrieben und eingesetzt werden - bislang gab es die Ausschreibung immer vor der Antragstellung, die dann gemeinsam von Trägerverein und zukünftigen Festivalteam durchgeführt wurde und somit viel Planungsunsicherheit für die zukünftigen Festivalleitungen bedeutet hat.
*Der Antrag besteht somit wesentlich mehr aus funktionierender Struktur und weniger aus einem sehr konkreten künstlerischen Konzept. Diese Struktur beinhaltet ein Festivalleitbild und wichtige Personal-/Tätigkeitsprofile, um die Stabilität und Kontinuität des Festivals auf lange Sicht zu gewährleisten. Gleichzeitig bleibt genügend Luft, um ausreichend künstlerische Dynamik sicherzustellen.
*Der Trägerverein wird in Struktur und Mitgliedschaft erneuert: In Zukunft soll er ein wesentlich breiterer Verband aus Institutionen der Freien Szene darstellender Künste Hamburgs sein (Spielstätten, Vereine, Interessensvertretungen) und bildet somit ein demokratisches Organ möglichst aller Einzelakteur:innen.
*Jedes zukünftige Mitglied des Trägervereins soll eine Person benennen, die ins Festivalkuratorium entsendet wird. Das Festivalkuratorium benennt die Festivalleitung und entscheidet mit dieser gemeinsam auch über das Festivalprogramm - so soll eine möglichst breite Abbildung der Freien Szene darstellender Künste sichergestellt werden.
*Zukünftig moderiert und koordiniert der Vorstand des Trägervereins mehr, als dass er entscheidet - die Entscheidungsmacht wird wesentlich breiter verteilt. Der Vorstand wacht gemeinsam mit der Mitgliedschaft darüber, dass der Trägerverein dynamisch, offen und transparent für die Entwicklungen in der Szene bleibt.
Durch die breite Aufstellung des Trägervereins und des zukünftigen Festivalkuratoriums, durch ein gemeinsam erstelltes Leitbild und die gemeinsame Diskussion in der Arbeitsgruppe im Vorfeld erhoffen wir uns einen starken Rückhalt in der Szene und ein berechtigtes Gefühl vom „Festival für alle“. Um das umsetzen zu können, brauchen wir eure Mitwirkung: Meldet euch unbedingt und möglichst noch vor der Antragsfrist am 15.11., wenn ihr Institutionen der Freien Szene darstellender Künste kennt oder in einer solchen aktiv seid, die am Festival mitdenken sollten (unten findet ihr eine Liste aller bisher beteiligten Strukturen).
Eure Ansprechpartnerin hierfür ist Franziska Jakobi: franziska@dfdk-vorstand.de
Hinweis: Das Konzept befindet sich aktuell noch in Abstimmung und Feinjustierung, entsprechend ist auch dieser Text eine Momentaufnahme des aktuellen Planungsstands, Anfang November 2025. Die Bewilligung des Antrags vorausgesetzt, geht es dann ab Februar 2026 in die konkreten Planungen und Besetzungen der Festivalausgaben 2027-2029.
Bisher am Denkprozess beteiligt und/oder darüber informiert (Juli bis November 2025): DfdK (Vorstand, Beirat, Netzwerkbüro), LICHTHOF Theater, monsun.theater, Sprechwerk, StimmeX, Wiese, Kampnagel, Haus Flachsland - Hamburger Puppentheater, We Present, Hajusom, Klabauter-Theater, Probebühne im Gängeviertel, K3, Fringify, Fluctoplasma, FESTIVALFRIENDS. In Vorständen und Beiräten vertreten sind: KITSZ e.V., BUZZ Bundesverband zeitgenössischer Zirkus.
Zusätzlich fand eine Antragsberatung bei der Behörde für Kultur und Medien statt.
Hier ein kurzer Überblick über die Neuerungen, die in diesem Prozess gemeinsam erarbeitet wurden:
*Die Festivalleitung soll in Zukunft erst nach Bewilligung des Antrages ausgeschrieben und eingesetzt werden - bislang gab es die Ausschreibung immer vor der Antragstellung, die dann gemeinsam von Trägerverein und zukünftigen Festivalteam durchgeführt wurde und somit viel Planungsunsicherheit für die zukünftigen Festivalleitungen bedeutet hat.
*Der Antrag besteht somit wesentlich mehr aus funktionierender Struktur und weniger aus einem sehr konkreten künstlerischen Konzept. Diese Struktur beinhaltet ein Festivalleitbild und wichtige Personal-/Tätigkeitsprofile, um die Stabilität und Kontinuität des Festivals auf lange Sicht zu gewährleisten. Gleichzeitig bleibt genügend Luft, um ausreichend künstlerische Dynamik sicherzustellen.
*Der Trägerverein wird in Struktur und Mitgliedschaft erneuert: In Zukunft soll er ein wesentlich breiterer Verband aus Institutionen der Freien Szene darstellender Künste Hamburgs sein (Spielstätten, Vereine, Interessensvertretungen) und bildet somit ein demokratisches Organ möglichst aller Einzelakteur:innen.
*Jedes zukünftige Mitglied des Trägervereins soll eine Person benennen, die ins Festivalkuratorium entsendet wird. Das Festivalkuratorium benennt die Festivalleitung und entscheidet mit dieser gemeinsam auch über das Festivalprogramm - so soll eine möglichst breite Abbildung der Freien Szene darstellender Künste sichergestellt werden.
*Zukünftig moderiert und koordiniert der Vorstand des Trägervereins mehr, als dass er entscheidet - die Entscheidungsmacht wird wesentlich breiter verteilt. Der Vorstand wacht gemeinsam mit der Mitgliedschaft darüber, dass der Trägerverein dynamisch, offen und transparent für die Entwicklungen in der Szene bleibt.
Durch die breite Aufstellung des Trägervereins und des zukünftigen Festivalkuratoriums, durch ein gemeinsam erstelltes Leitbild und die gemeinsame Diskussion in der Arbeitsgruppe im Vorfeld erhoffen wir uns einen starken Rückhalt in der Szene und ein berechtigtes Gefühl vom „Festival für alle“. Um das umsetzen zu können, brauchen wir eure Mitwirkung: Meldet euch unbedingt und möglichst noch vor der Antragsfrist am 15.11., wenn ihr Institutionen der Freien Szene darstellender Künste kennt oder in einer solchen aktiv seid, die am Festival mitdenken sollten (unten findet ihr eine Liste aller bisher beteiligten Strukturen).
Eure Ansprechpartnerin hierfür ist Franziska Jakobi: franziska@dfdk-vorstand.de
Hinweis: Das Konzept befindet sich aktuell noch in Abstimmung und Feinjustierung, entsprechend ist auch dieser Text eine Momentaufnahme des aktuellen Planungsstands, Anfang November 2025. Die Bewilligung des Antrags vorausgesetzt, geht es dann ab Februar 2026 in die konkreten Planungen und Besetzungen der Festivalausgaben 2027-2029.
Bisher am Denkprozess beteiligt und/oder darüber informiert (Juli bis November 2025): DfdK (Vorstand, Beirat, Netzwerkbüro), LICHTHOF Theater, monsun.theater, Sprechwerk, StimmeX, Wiese, Kampnagel, Haus Flachsland - Hamburger Puppentheater, We Present, Hajusom, Klabauter-Theater, Probebühne im Gängeviertel, K3, Fringify, Fluctoplasma, FESTIVALFRIENDS. In Vorständen und Beiräten vertreten sind: KITSZ e.V., BUZZ Bundesverband zeitgenössischer Zirkus.
Zusätzlich fand eine Antragsberatung bei der Behörde für Kultur und Medien statt.