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darstellende Künste
Hamburg e.V.

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Kulturpolitik News

Stellungnahme des DfdK zur geplanten Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe

Hamburg, 17. Juni 2026  

Die drohende Reform der gymnasialen Oberstufe in Hamburg und die damit einhergehende Halbierung der Belegpflicht für die ästhetischen Fächer Bildende Kunst, Musik und Theater von bisher vier auf nur noch zwei Halbjahre ist ein kultur- und bildungspolitisches Alarmsignal. Der Dachverband freie darstellende Künste Hamburg e.V. schließt sich hiermit der fundierten Kritik der drei Fachverbände Bundesverband Kunstpädagogik Hamburg, Bundesverband Musikunterricht e.V., LV Hamburg und Fachverband Theater in Schulen Hamburg e.V an und warnt mit Nachdruck vor den weitreichenden Konsequenzen dieses Vorhabens.  

Eine Kürzung der ästhetischen Unterrichtsfächer würde ihre Stellung in der gymnasialen Oberstufe schwächen und ihre Bedeutung auf dem Weg zum Abitur mindern. Dies sendet ein fatales und äußerst kontraproduktives Signal an die Gesellschaft: Es suggeriert, dass kulturelle Praxis, ästhetische Erfahrung und kreative Auseinandersetzung in Zeiten politischer Konflikte und sozialer wie wirtschaftlicher Krisen nachrangig und verzichtbar seien. Das Gegenteil ist der Fall: Kreative Praxis ist nicht Luxusgut, sondern die Basis, um die Herausforderungen der Zukunft gemeinschaftlich anzugehen. Für eine Stadt, die sich selbst stolz als zukunftsorientierte Kulturmetropole begreift, wäre dies ein bildungspolitischer Rückschritt.  

Aus der Perspektive der freien darstellenden Künste hat die drohende Kürzung zudem existenzielle Konsequenzen im Bereich der Nachwuchsförderung und der Diversität in unseren Berufsfeldern. Schüler:innen entdecken ihre künstlerischen Stärken, ihre individuellen Schwerpunkte und mögliche berufliche Perspektiven oft erst im Laufe der Oberstufenzeit. Wenn kontinuierlicher Unterricht in den ästhetischen Fächern von den Budgets der Schulleitungen oder gar den finanziellen Möglichkeiten der Elternhäuser abhängig wird, verkommt kulturelle Bildung zur Privatsache und zum Luxusgut. Dies widerspricht dem Grundsatz der Bildungsgerechtigkeit eklatant. Zugänge zur Kunst werden so exklusiv und schließen genau jenen künstlerischen Nachwuchs aus, dessen vielstimmige, oft marginalisierte Perspektiven unsere Hamburger Kulturlandschaft dringend braucht, um gesellschaftlich relevant und repräsentativ zu bleiben. 

Insbesondere in der ästhetischen Ausbildung in der Oberstufe profitieren Schüler:innen von der Einbindung von Künstler:innen und Fachleuten aus der künstlerischen Praxis. Sie stellen eine wichtige Ergänzung zu den ausgebildeten Fachlehrkräften dar. Auch Mitglieder unseres Verbands arbeiten regelmäßig in Schulen oder schulnahen Projekten und öffnen so den Blick für die Künste und kreative Berufspraxis der Gegenwart. Sie vermitteln nicht nur künstlerische Methoden und Ausdrucksformen, sondern bringen auch die Werte einer freien Szene ein, die sich als weltoffen, lebendig und divers versteht. So entstehen empowernde und gemeinschaftsstiftende Erfahrungen für junge Menschen an der Schwelle zum Erwachsenwerden - und wichtige Begegnungen mit den vielfältigen Perspektiven und Lebensrealitäten, die Hamburg als Kulturstadt prägen.  

Der Unterricht in den ästhetischen Fächern muss ungekürzt erhalten bleiben! Wir unterstützen daher die Petition gegen die geplanten Kürzungen und rufen dazu auf, diese zu unterzeichnen: https://innn.it/must-havekunstmusiktheater 

Dachverband freie darstellende Künste Hamburg e.V.
Der Vorstand

Hamburg, 17. Juni 2026  

Die drohende Reform der gymnasialen Oberstufe in Hamburg und die damit einhergehende Halbierung der Belegpflicht für die ästhetischen Fächer Bildende Kunst, Musik und Theater von bisher vier auf nur noch zwei Halbjahre ist ein kultur- und bildungspolitisches Alarmsignal. Der Dachverband freie darstellende Künste Hamburg e.V. schließt sich hiermit der fundierten Kritik der drei Fachverbände Bundesverband Kunstpädagogik Hamburg, Bundesverband Musikunterricht e.V., LV Hamburg und Fachverband Theater in Schulen Hamburg e.V an und warnt mit Nachdruck vor den weitreichenden Konsequenzen dieses Vorhabens.  

Eine Kürzung der ästhetischen Unterrichtsfächer würde ihre Stellung in der gymnasialen Oberstufe schwächen und ihre Bedeutung auf dem Weg zum Abitur mindern. Dies sendet ein fatales und äußerst kontraproduktives Signal an die Gesellschaft: Es suggeriert, dass kulturelle Praxis, ästhetische Erfahrung und kreative Auseinandersetzung in Zeiten politischer Konflikte und sozialer wie wirtschaftlicher Krisen nachrangig und verzichtbar seien. Das Gegenteil ist der Fall: Kreative Praxis ist nicht Luxusgut, sondern die Basis, um die Herausforderungen der Zukunft gemeinschaftlich anzugehen. Für eine Stadt, die sich selbst stolz als zukunftsorientierte Kulturmetropole begreift, wäre dies ein bildungspolitischer Rückschritt.  

Aus der Perspektive der freien darstellenden Künste hat die drohende Kürzung zudem existenzielle Konsequenzen im Bereich der Nachwuchsförderung und der Diversität in unseren Berufsfeldern. Schüler:innen entdecken ihre künstlerischen Stärken, ihre individuellen Schwerpunkte und mögliche berufliche Perspektiven oft erst im Laufe der Oberstufenzeit. Wenn kontinuierlicher Unterricht in den ästhetischen Fächern von den Budgets der Schulleitungen oder gar den finanziellen Möglichkeiten der Elternhäuser abhängig wird, verkommt kulturelle Bildung zur Privatsache und zum Luxusgut. Dies widerspricht dem Grundsatz der Bildungsgerechtigkeit eklatant. Zugänge zur Kunst werden so exklusiv und schließen genau jenen künstlerischen Nachwuchs aus, dessen vielstimmige, oft marginalisierte Perspektiven unsere Hamburger Kulturlandschaft dringend braucht, um gesellschaftlich relevant und repräsentativ zu bleiben. 

Insbesondere in der ästhetischen Ausbildung in der Oberstufe profitieren Schüler:innen von der Einbindung von Künstler:innen und Fachleuten aus der künstlerischen Praxis. Sie stellen eine wichtige Ergänzung zu den ausgebildeten Fachlehrkräften dar. Auch Mitglieder unseres Verbands arbeiten regelmäßig in Schulen oder schulnahen Projekten und öffnen so den Blick für die Künste und kreative Berufspraxis der Gegenwart. Sie vermitteln nicht nur künstlerische Methoden und Ausdrucksformen, sondern bringen auch die Werte einer freien Szene ein, die sich als weltoffen, lebendig und divers versteht. So entstehen empowernde und gemeinschaftsstiftende Erfahrungen für junge Menschen an der Schwelle zum Erwachsenwerden - und wichtige Begegnungen mit den vielfältigen Perspektiven und Lebensrealitäten, die Hamburg als Kulturstadt prägen.  

Der Unterricht in den ästhetischen Fächern muss ungekürzt erhalten bleiben! Wir unterstützen daher die Petition gegen die geplanten Kürzungen und rufen dazu auf, diese zu unterzeichnen: https://innn.it/must-havekunstmusiktheater 

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Der Vorstand