René Reith

René Reith (alle Pronomen) tanzt als Choreograf*in, Performancekünstler*in und Tanzwissenschaftler*in mit und gegen ihr früheres Ich Turniere, friert als Schneekönigin* die Blicke der Zuschauer*innen ein und lässt sich als Ausstellungsexponat mit verbundenen Augen in die Arme ihrer Besucher*innen fallen.

Reith studierte Szenische Künste (BA) und Inszenierung der Künste und der Medien (MA) an der Universität Hildesheim, wie auch Performance- und Dance Studies an der Stockholm University.

Ihr Studium und die künstlerische Arbeit wurden durch die Stipendien des Begabtenförderwerks Villigst und stART.up-Programms der Claussen-Simon-Stiftung (Hamburg) gefördert. Vor ihrem Studium war Reith Leistungssportler und Trainer im lateinamerikanischen Turniertanz.

Ihre Inszenierungen entstehen sowohl unter ihrer künstlerischen Leitung als auch in kollaborativen Konstellationen, in denen sie beispielsweise dramaturgisch, als Vermittler*in oder im Bereich der künstlerischen Audiodeskription tätig ist. Reith entwickelt seit 2015 kontinuierlich Inszenierungen in der Freien Szene Niedersachsens und Hamburgs. Ihre Arbeiten wurden unter Anderem auf Kampnagel (Hamburg), den Festivals Temps dM (Charleville-Mézières), FIDENA (Bochum) FITUC (Casablanca), dem Figurentheater Fadenschein (Braunschweig) und in der Schaubude Berlin aufgeführt. Ihre queerfeministische Perspektive und die enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis führten zu Auszeichnungen durch den Forschungspreis der Gesellschaft für Tanzforschung, den Fritz-Wortelmann-Preis und den Theaterpreis der Bürgerstiftung Hildesheim.

Begleitend zu ihrer künstlerisch-forschenden Choreografie arbeitet Reith vermittelnd für Tanz und Gendersensibilität, beispielsweise als Dozent*in an der Stockholm University, der Universität Hildesheim, der Philipps-Universität Marburg und im Bildungsprogramm des FSJ Kultur Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus veröffentlicht sie wissenschaftliche und journalistische Beiträgen in unterschiedlichen Foren der Kulturwissenschaften. Als Berater*in arbeitete Sie für den Kulturausschuss des deutschen evangelischen Kirchentags, den Masterplan Figurentheater und im Rahmen des Rondtables Genderdiversity des Fonds Darstellende Künste.


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